Teileigentum Nr. 3 (209,94/1000 MEA) im OG eines gemischt genutzten Stadtkern-Objekts in Lemgo, Herforder Straße 44. Kritische Punkte: 1) Eigentümer nicht zum Ortstermin erschienen, 2) KEINE Innenbesichtigung möglich (nur Außenansicht), 3) Objekt steht augenscheinlich leer, kein Mietvertrag vorgelegt, 4) Makrostandort Lemgo mit -3,5% Kaufkraftindex unter Bundesdurchschnitt und schrumpfender Bevölkerungsprognose (-5% bis 2040), 5) Lage außerhalb des Baufensters des B-Plans 'Twelenkämpe' (planungsrechtliches Restrisiko), 6) Hochwassergefahr durch Starkregen lt. HW-App-NRW, 7) keine Erkenntnisse zu Baulasten, Eintragungen Abt. II, ETW-Verwalter nicht kooperativ, 8) Bauzustand (Heizung, Elektro, Leitungen, Schadstoffe) völlig unbekannt. Positive Aspekte: solide Verkehrslage (1 km zum Zentrum, 400 m Bushaltestelle, voll erschlossen), kein Denkmalschutz, keine Erschließungsbeiträge offen, gemischte Nutzung eröffnet mehrere Vermarktungsoptionen (Praxis, Büro, Lager), 3 PKW-Stellplätze als Sondereigentum. KERNFAZIT: Hohes Informationsrisiko rechtfertigt signifikanten Sicherheitsabschlag. Bieter sollten nur bei deutlicher Unterbewertung des Gutachtens und nach Eigenbesichtigung (ggf. mit Sachverständigem) bieten. BIETOBERGRENZE: ca. 85.000 € (rund 70% des geschätzten Marktwerts) – entspricht einem Faktor von ca. 8,5x der sanierten Jahreskaltmiete und berücksichtigt Sanierungs- und Vermietungsrisiko.
Potenzial: Durchschnitt
Risiko: Mittel
MW: 120.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
> 5.5 €/m²
> 825 €/Monat
Rendite
70% MW: 11.65%
· Multi: 12.12x
Bietobergrenze
85.000 €
Bodenwertanteil: 25%