0654 K 0103/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 62 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer)
Verkehrswert
22.000 €
Termin
2026-11-23 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer): Ottostr. 62, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gem. Aufteilungsplan in Flur 1, Wohnraum, Küche mit Essplatz, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Abstellraum, Flur 2, WC, Bad, Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 84 m². Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1066 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
35
Score
Eigentumswohnung (ca. 84 m², 2. OG vorne/rechts, mit Balkon und Keller) im 20-geschossigen Wohnhochhaus Ottostraße 58-64, 47198 Duisburg-Homberg-Hochheide. Baujahr 1969/1974, Großwohnsiedlung mit 320 Einheiten. Verkehrswert laut Gutachten äußerst niedrig bei 22.000 € (nur 262 €/m²). Wesentliche Risiken: (1) Lage in bekanntem Problemschwerpunkt Duisburg-Homberg-Hochheide mit sehr hoher Leerstandsquote, (2) Sanierungsgebiet 'Homberg-Hochheide' mit Sanierungsvermerk in Abt. II (kein Rang, nur Hinweis), Genehmigungspflichten nach §144 BauGB, (3) keine Innenbesichtigung möglich – hohe Risiken durch verdeckte Mängel, (4) offene Asbestsanierung im Gemeinschaftseigentum – erhebliche Sonderumlagen möglich, (5) Brandschutzauflagen, (6) zahlreiche weitere Zwangsversteigerungsverfahren im Komplex signalisieren strukturelle Probleme, (7) Verwalterwechsel 2022, (8) Mietverhältnisse unklar, (9) Baualter 55+ Jahre mit entsprechendem Sanierungsstau. Bodenwertanteil dominiert: Bei BRW ca. 100 €/m² und MEA 345/10.000 ergibt sich ein rechnerischer Bodenwert von ca. 28.500 €. Der sanierte Marktwert wird auf ca. 50.000 € geschätzt (Bodenwert + moderate Gebäuderestwert nach Sanierung). Bietobergrenze konservativ bei 35.000 € (70 % des sanierten Marktwerts), um Risiken aus Asbest, Sonderumlagen, Mieterauszahlungen, Geräumungskosten und Sanierungsvermerk-Genehmigungsverfahren abzudecken. Nur für erfahrene Investoren mit Spezialisierung auf Problemlagen und Zugang zu Handwerkern/Räumlichkeiten empfehlenswert. Vor Gebot zwingend Innenbesichtigung erzwingen, WEG-Protokolle und Hausgeld-Rückstände prüfen.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 50.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
5.5 €/m² > 7.5 €/m²
462 € > 630 €/Monat
Rendite
70% MW: 10.6% · Multi: 6.6x
Bietobergrenze
35.000 €
Bodenwertanteil: 57%