0651 K 0068/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 58 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung
Verkehrswert
10.000 €
Termin
2026-11-16 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung: Ottostr. 58, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus in 47198 Duisburg - Homberg (OT Hochheide). Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 m 2 . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich. Bereits im Bereich der Wohnungsabschlusstür war ein starker Schädlingsbefall erkennbar.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1084 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
22
Score
Hochriskantes ZVG-Objekt in Duisburg-Homberg-Hochheide (Schwerpunktgebiet städtebaulicher Problemlagen). 68 m² ETW im 11. OG eines 20-geschossigen Wohnhochhauses aus 1969/1974, Teil einer heruntergekommenen Großwohnsiedlung mit 320 Einheiten und hoher Leerstandsquote. Verkehrswert wurde OHNE Innenbesichtigung festgesetzt, bereits im Eingangsbereich starker Schädlingsbefall dokumentiert. Wohnung augenscheinlich leerstand mit unklarem Vertragsstatus. Objekt liegt in förmlichem Sanierungsgebiet (Homberg-Hochheide) mit Sanierungsvermerk seit 2015, Verfahren noch nicht abgeschlossen – Modernisierungs- und Genehmigungspflichten nach §144 BauGB zu beachten. Brandschutzmaßnahmen auferlegt, jedoch überwiegend noch nicht umgesetzt; Asbestsanierungen im Gemeinschaftseigentum noch nicht abgeschlossen. Verwalterwechsel 2022, WEG offenbar dysfunktional. Mehrere parallele Zwangsversteigerungsverfahren am Objekt deuten auf strukturelle Probleme. Bodenwert (2,8% von 8.269 m²) übersteigt bereits den Marktwert – Gebäude hat negativen Substanzwert. Kernfazit: Spekulation auf 'Unter-Bodenwert'-Kauf mit massiven Sanierungs- und Vermietungsrisiken. Nach Kernsanierung (geschätzt 60-90k EUR) sind 7-8 EUR/m² in dieser Mikrolage realistisch. Bietobergrenze strikt bei 7.000 EUR (70% des Verkehrswerts) – darüber wird das Risiko unkalkulierbar. Nur für erfahrene Investoren mit hoher Risikotoleranz und Eigenkapitalreserve.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 10.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
> 7.5 €/m²
> 510 €/Monat
Rendite
70% MW: 42.8% · Multi: 1.63x
Bietobergrenze
7.000 €
Bodenwertanteil: 185%