0651 K 0078/ 2025

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 58 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung
Verkehrswert
18.000 €
Termin
2027-01-13 13:00
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung: Ottostr. 58, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig. Die Stadt Duisburg führt im Sanierungsgebiet “Homberg-Hochheide“ eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme nach dem Baugesetzbuch (§ 142 BauGB) durch. Das Sanierungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 m 2 . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1020 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
25
Score
Hochspekulative ZVG-Investition in problematischem Wohnhochhaus (Baujahr 1974, 20 Etagen, 320 Einheiten) in Duisburg-Homberg-Hochheide. Trotz extrem niedrigem Verkehrswert von nur 18.000 € (265 €/m²) ist das Risikoprofil kritisch: (1) Sanierungsgebiet nach § 142 BauGB mit aktiver Preisprüfung gem. § 153 BauGB – die Stadt Duisburg kann den Weiterverkauf untersagen, sofern dieser nicht zum Verkehrswert erfolgt, was faktisch kurzfristige Gewinne ausschließt. (2) Hohe Leerstandsquote im Gesamtobjekt und unklare Mietverhältnisse. (3) Ausstehende Asbestsanierung und noch nicht abgeschlossene Brandschutzmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum, die auf den Miteigentümer umgelegt werden. (4) Keine Innenbesichtigung möglich, daher substanzielle Risiken hinsichtlich Wohnungszustand, Baumängel und Instandhaltungsstau. (5) Mehrfache laufende Zwangsversteigerungsverfahren in der Anlage signalisieren strukturelle Probleme. (6) 20. OG ohne nennenswerten Mehrwert (Hochhaus in sozial schwacher Lage). Die rechnerische Mietrendite ist zwar nominell attraktiv (rd. 30 % bei Vollkaufpreis nach Sanierung), jedoch nur bei erfolgreicher, kostenintensiver Kernsanierung und ohne Berücksichtigung der Erwerbsnebenkosten, WEG-Rücklagen, Sanierungsumlagen und des Mietausfallrisikos realisierbar. Empfohlene Bietobergrenze: rd. 11.000 € (rd. 60 % des Verkehrswertes) – nur für sehr erfahrene Investoren mit Sanierungs-Know-how, ausreichend Eigenkapital-Reserve (50.000 €+ für Asbest/Brandschutz) und langfristigem Haltehorizont (10+ Jahre) geeignet. Klassischer Buy-and-Flip-Exit ist durch die sanierungsrechtliche Preisprüfung de facto unmöglich.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 18.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
4.5 €/m² > 6.5 €/m²
306 € > 442 €/Monat
Rendite
70% MW: 42.1% · Multi: 3.4x
Bietobergrenze
11.000 €
Bodenwertanteil: 100%