0651 K 0067/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 58 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung
Verkehrswert
14.800 €
Termin
2026-10-12 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung: Ottostr. 58, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus in 47198 Duisburg - Homberg (OT Hochheide). Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 qm . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden
Anhänge
Gutachten (1045 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
28
Score
Hochspekulative Investment-Opportunity in einer 68 m² Eigentumswohnung (8. OG hinten/links) in einem 20-geschossigen Wohnhochhaus (Baujahr 1974, 320 Einheiten) im Duisburger Stadtteil Homberg-Hochheide (Ottostraße 58). Der festgesetzte Verkehrswert von 14.800 € (217 €/m²) ist extrem niedrig und reflektiert die Kumulation schwerwiegender Risikofaktoren: (1) Sanierungsgebiet Homberg-Hochheide mit Sanierungsvermerk §142 BauGB seit 2015 – Genehmigungspflicht für Modernisierungen, Mietverträge >1 Jahr und Grundstücksveräußerungen durch die Stadt Duisburg; (2) Hohe Leerstandsquote im Gesamtgebäude mit zahlreichen anhängigen Zwangsversteigerungsverfahren in der WEG; (3) Brandschutzmaßnahmen und Asbestsanierungen am Gemeinschaftseigentum noch NICHT vollständig umgesetzt – Kostenlast beim Erwerber zu erwarten; (4) WEG-Verwalterwechsel 2022 (Instabilität); (5) Innenbesichtigung war nicht möglich – verdeckte Mängel nicht ausgeschlossen; (6) Problemstadtteil Homberg-Hochheide mit strukturellen Sozialproblemen und hoher Fluktuation. Die Miteigentumsanteile betragen 280/10.000 (=2,8%) an 8.269 m². Der Bodenwertanteil dominiert (>80%) – das Gebäude selbst hat faktisch keinen oder negativen Wert. Theoretische Mietrenditen sind nur bei erfolgreicher Komplettsanierung UND Aufweichung der Sanierungsauflagen erzielbar. Realistische Sanierungskosten mind. 30.000-50.000 € (Asbest, Elektrik, Bad, Böden). Empfehlung: Sehr konservative Bietobergrenze von 8.000 € (ca. 54% des Verkehrswertes) – nur für spezialisierte Investoren mit Erfahrung in Problemimmobilien, WEG-Sanieurngen und Sanierungsgebietsrecht. Liquiditätsrisiko hoch, da eingeschränkter Käufermarkt.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 14.800 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
4.0 €/m² > 5.5 €/m²
272 € > 374 €/Monat
Rendite
70% MW: 43.3% · Multi: 3.3x
Bietobergrenze
8.000 €
Bodenwertanteil: 80%