0651 K 0056/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostraße 62 Duisburg, Homberg/Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung (1 bis 2 Zimmer)
Verkehrswert
14.800 €
Termin
2026-08-17 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung (1 bis 2 Zimmer): Ottostraße 62, 47198 Duisburg, Homberg/HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 m 2 . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1059 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
22
Score
ABSOLUTES HÖCHSTRISIKO-OBJEKT – VOM ERWERB WIRD DRINGEND ABGERATEN. Kernfazit: 68m²-ETW im 15. OG eines 320-Parteien-Wohnhochhauses (Baujahr 1974) in Duisburg-Homberg-Hochheide zum Verkehrswert von nur 14.800 € (217 €/m²). Kritische Risikofaktoren: (1) Aktives Sanierungsgebiet §142 BauGB mit Sanierungsvermerk – Modernisierungen, Nutzungsänderungen und Mietverträge >1 Jahr genehmigungspflichtig; schränkt Wertsteigerungspotenzial massiv ein. (2) Asbestsanierung im Gemeinschaftseigentum NICHT abgeschlossen – erhebliches Kostenrisiko nach WEG-Anteil (280/10.000 MEA). (3) Brandschutzmaßnahmen ebenfalls unvollständig. (4) Hohe Leerstandsquote im Objekt bei 320 Einheiten – Indikator für strukturelle Probleme. (5) Zahlreiche weitere Zwangsversteigerungsverfahren im Gebäude anhängig – Vertrauensverlust der Eigentümer, schlechtes Signal. (6) KEINE Innenbesichtigung möglich – verdeckte Mängel, Instandhaltungsstau und asbesthaltige Bodenbeläge sind wahrscheinlich. (7) Mietverhältnis unklar ('augenscheinlich vermietet, Vertragsverhältnisse unklar') – Risiko von Sozialmietern oder Leerstand. (8) 15. OG = erhöhte Bewirtschaftungskosten, Aufzugsabhängigkeit, eingeschränkter Mieterkreis. (9) Verwaltungswechsel 2022 – oft Indikator für Probleme. (10) Baulast B1708 (Stellplatzsicherungen) – Komplexität. Die nominelle Mietrendite ist zwar verlockend (Bruttorendite >30%), aber praktisch nicht realisierbar: Sanierungsgebiet-Beschränkungen, hoher Leerstand, Mietpreisbremse-Kontext und Sozialmieter-Struktur begrenzen die tatsächlichen Mieteinnahmen. Bietobergrenze konservativ bei max. 10.000 € (ca. 68% des Verkehrswerts) – nur für spezialisierte Investoren mit Sanierungserfahrung und Risikokapital. Empfehlung: NICHT bieten. Kapital in wirtschaftlich gesündere Objekte mit klarem Wertsteigerungspfad investieren.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 14.800 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
5.5 €/m² > 6.5 €/m²
374 € > 442 €/Monat
Rendite
70% MW: 43.3% · Multi: 3.3x
Bietobergrenze
10.000 €
Bodenwertanteil: 45%