Baugrundstück in Bedburg-Blerichen (Grüner Weg), 594 m², ausgewiesen als Wohnbaufläche, Beurteilung nach §34 BauGB. Aktuelle Bebauung: nur abbruchreife Blechgarage plus provisorische Holzunterstände/Gartenhäuschen. Der festgestellte Verkehrswert von 102.000 EUR entspricht einem effektiven Bodenwert von ca. 185 EUR/m², abzüglich zu erwartender Abriss-/Beräumungskosten (8-10k EUR). Lage solide: 30er-Zone, Sackgasse, Wohnlage durchschnittlich bis gut. A61 ca. 3 km, Bahnhof 700 m, Bushaltestelle 350 m. Erschließungs- und Kanalanschlussbeiträge bereits abgelöst – kein weiterer Kostenfaktor. Keine Altlasten, kein Bergschaden, kein Hochwasserrisiko. Negativfaktoren: westlich angrenzendes MFH mit ostseitigen Balkonen (Einsichtnahme, Wertminderung bereits eingepreist), Bahnlinie 150 m und A61 ca. 1 km entfernt, kein Bebauungsplan, nur §34 BauGB. Komplexe Ausgangslage: Nachlassinsolvenz + ZVG-Verfahren (32 K 21/23), zudem Garagennutzungsrecht (Abt. II lfd. Nr. 2) und vererbliches Vorkaufsrecht (lfd. Nr. 3) zu prüfen. Bietobergrenze max. 75-78% des Verkehrswertes = ca. 78.000 EUR. Nach Erwerb: Garage abreißen, Grundstück baureif herstellen. Realistische Szenarien: (1) Baureifes Land weiterverkaufen zu ca. 110-120k EUR (594 m² × 185-200 EUR/m²) → Marge 15-20k EUR nach NK; (2) EFH-Neubau ca. 130-150 m² zur Eigennutzung oder Vermietung (Soll-Miete ca. 1.500-1.800 EUR/monat.). Klassisches Bestandsinvestor-Objekt eher uninteressant – das Objekt ist ein Development-Play. Vor Gebot: zwingend Belastungen Abt. II, Verfahrensstand und ggf. ausstehende Räumungsklage prüfen.
Potenzial: Gut
Risiko: Mittel
MW: 102.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
> 12 €/m²
> 1.500 €/Monat
Bietobergrenze
78.000 €
Bodenwertanteil: 100%