Kernfazit: Substanzschwaches, stark sanierungsbedürftiges EFH in strukturschwachem Dorf (Reichmannsdorf/Saalfeld, Thüringen) mit nur 95.500 € Verkehrswert. Vorteilhaft ist der extrem niedrige Einstiegspreis, was bei ZVG einen klassischen Deep-Value-Charakter suggeriert. Dem stehen jedoch gravierende Nachteile gegenüber: (1) Baujahr vermutlich um 1900, Fachwerk/Schieferverkleidung, Tonnengewölbekeller – hohe Bauerhaltungskosten; (2) Öl-Zentralheizung mit Schwerkraftauslegung – ohnehin H-untauglich, kurzfristiger Heizungstausch zwingend (30–50 k€); (3) Innenausbau komplett veraltet (Bäder 80er-Jahre, Bodenbeläge, Elektrik), Vollsanierung 60–90 k€ realistisch; (4) Mikrolage in kleinem Ortsteil mit schlechter Infrastruktur, schwacher Mietnachfrage, niedriges Mietniveau (3,50–5,00 €/m² realistisch). Die separat ausgewiesene Garage auf Flurstück 150/2 ist baufällig (2.000 €). Bodenwert macht ca. 15–18 % aus, Gebäudewert dominiert – bei Totalverlust des Gebäudes wäre nur der Boden marktgängig. Bietobergrenze: 65.000 € (ca. 68 % des Marktwerts). Darüber kein wirtschaftlich darstellbares Investment, da Sanierung + Erwerbsnebenkosten (Grunderwerbsteuer 6,5 %, Notar, Gericht) + Heizungstausch + 10 % Risikopuffer die Gesamtkosten auf >140 k€ treiben, was einem marktunüblichen Preis für die Lage entspricht. Empfehlung: Nur für spezialisierte Sanierer/Selbstnutzer mit Eigenleistung interessant; als Renditeobjekt ungeeignet. Vor Gebot unbedingt Innenbesichtigung, Baulastenauskunft und Erbbaurechts-/Wegerechtssituation prüfen.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 95.500 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
3.5 €/m²
> 5.0 €/m²
385 €
> 550 €/Monat
Rendite
70% MW: 9.9%
· Multi: 14.5x
Bietobergrenze
65.000 €
Bodenwertanteil: 17%