0651 K 0057/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostraße 64 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung (1 bis 2 Zimmer)
Verkehrswert
14.800 €
Termin
2026-07-20 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung (1 bis 2 Zimmer): Ottostraße 64, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus in 47198 Duisburg - Homberg (OT Hochheide). Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 qm . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1054 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
30
Score
Hochriskantes ZVG-Objekt in einem 20-geschossigen Wohnhochhaus (Baujahr 1969/74) im Duisburger Sanierungsgebiet Homberg-Hochheide. Der vom Gericht festgesetzte Verkehrswert von 14.800 € (217 €/m²) spiegelt die massiven strukturellen Probleme wider: offene Asbestsanierung, brandschutztechnische Auflagen, hohe Leerstandsquote, unklare Mietverhältnisse, Verwaltungswechsel 2022 und zahlreiche weitere ZVG-Verfahren im selben Objekt. Die Lage im Sanierungsgebiet gem. § 142 BauGB bringt zudem Genehmigungspflichten für Modernisierungen, Mietverträge >1 Jahr und Wert steigernde Maßnahmen mit sich. Die Innenbesichtigung war nicht möglich – erhöhtes Risikopotenzial durch verdeckte Mängel. Marktwert realistisch bei ca. 30.000 € (Bodenwert dominiert). Bietobergrenze 21.000 € (70% des geschätzten Marktwerts); maximal bis 7/10-Grenze des Gerichts (ca. 10.360 €) bei sehr risikobewusster Strategie. Nur für Spezialisten mit Erfahrung in Problemimmobilien und Asbest-/Brandschutzsanierung geeignet. Erwerbsnebenkosten (GrESt, Gericht, ZV-Kosten) und Sanierungsstau machen das Objekt wirtschaftlich grenzwertig.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 30.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
6.0 €/m² > 8.0 €/m²
408 € > 544 €/Monat
Rendite
70% MW: 15.23% · Multi: 4.6x
Bietobergrenze
21.000 €
Bodenwertanteil: 92%