Hochriskantes ZVG-Objekt: Ehemalige Messerfabrik (Baujahr ca. 1960, Erweiterungen bis 1975) auf 3.775 m² Gesamtgrundstück in Eckental bei Erlangen. Sämtliche Gebäude (ca. 8.249 m³ BRI) sind abrisswürdig – Liquidationverfahren angewendet, d.h. nur Bodenwerte zählen. Verkehrswert brutto (unbelastet) lt. Gutachten: 280.000 € (A: 54.000 €, B: 10.000 €, C: 216.000 €). KRITISCHE RISIKEN: 1) Altlastenverdächtiges Gebiet – Galvanik-Historie mit Cu/Ni/Zn/Cr/Fe-Kontaminationen, offene Bodentanks mit Flüssigkeit gefüllt, seit geraumer Zeit Bodenverunreinigungen zu erwarten (Wertabschlag noch NICHT berücksichtigt); 2) Asbest-Risiko in Bauteilen; 3) Wasserschaden 2023 nach Teilrenovierung 2020; 4) Kein aktueller Mietvertrag, gewerbliche Nutzung aufgegeben; 5) Vollständiger Abriss und Altlastensanierung erforderlich (Abrisskosten 70-100k €, Sanierungskosten potenziell 50-200k €). Empfehlung: Bietobergrenze für versierten Projektentwickler mit Eigenkapital und Sanierungs-Know-how max. 150.000-180.000 € (deutlich unter 65% des Verkehrswertes). Für Standardinvestoren ohne Altlasten-Erfahrung nicht empfehlenswert. Potenzial nur bei erfolgreicher Baurechtschaffung (Wohn-/Gewerbeentwicklung) und vollständiger Sanierung – dann Wertsteigerung auf 400-600k € möglich. Kernfazit: Spekulativer Developer-Deal mit unkalkulierbaren Umweltrisiken – vor Gebot zwingend Baugrund- und Altlastengutachten einholen sowie §138 ZVG-Verkehrswert und Bietintervall im Termin genau beobachten.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 300.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
> 10 €/m²
> 35.000 €/Monat
Bietobergrenze
175.000 €
Bodenwertanteil: 100%