0013 K 0029/ 2025

Amtsgericht
Lemgo
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Bahnhofstraße 12 Extertal, Bösingfeld
Objektart
Wohnhaus mit Anbau und Baugrundstück
Verkehrswert
163.000 €
Termin
2026-08-26 09:00
Amtsgericht Lemgo, Hauptgebäude, Am Lindenhaus 2, 32657 Lemgo, Sitzungssaal 102
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Wohnhaus mit Anbau und Baugrundstück: Bahnhofstraße 12, 32699 Extertal, BösingfeldLt. Gutachten besteht das Grundstück aus zwei wirtschaftlich unabhängigen Flurstücken. Sie bilden keine wirtschaftliche Einheit i.S.d. BewG.Das Flurstück 1722 ist mit Ausnahme des im Randbereich zur Bahnhofstraße aufgestellten Bushaltestellen-Wartehäuschen unbebaut. Es dient derzeit als Abstellfläche für Baumaschinen.Das Flurstück 1723 ist mit einem zweigeschossigen Wohnhaus mit Vollkeller und ausgebautem Dachgeschoss in Massivbauweise bebaut. In der Bauakte sind dazu jedoch nur Unterlagen zum Dachausbau aus 1977 vorhanden. Zur Grundrissgestaltung der weiteren Etagen sowie Art und Ausstattung ist mangels ermöglichter Innenbesichtigung keine Aussage möglich. Im zweigeschossigen Anbau sind im Erdgeschoss 4 Garagen vorhanden. Diese entstanden nach Bauakte um 1960 durch Umbau der ehemaligen Scheune. Da es laut Bauakte auch weitere Umbauplanungen zu Wohnnutzungen gab ist die aktuelle Aufteilung/Nutzung unklar. Die daran angebaute Garage weist in südlicher Richtung (zum Flurstück 1672) eine Grenzüberbauung von ca. 3 m² auf. Die baulichen Anlagen sowie die Aussenanlage befinden sich insgesamt in ungepflegtem Zustand.Aufgrund der fehlenden Innenbesichtigung wurde ein Wertabschlag vorgenommen.
Anhänge
Gutachten (1805 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
55
Score
Zwangsversteigerung in Exertal-Bösingfeld (Kreis Lippe, NRW): Verkehrswert 163.000 EUR bei 1.355 m² Grundstück, aufgeteilt in 2 wirtschaftlich unabhängige Flurstücke (1722 unbebaut 716 m² / 1723 bebaut 639 m²). Wohnhaus BJ 1900 (250 m² Wfl) + Anbau ehem. Scheune BJ 1960 (150 m² Nfl), Gesamt 400 m², Restnutzungsdauer nur 9 Jahre – Substanz stark abgegriffen, keine Innenbesichtigung möglich, ungepflegter Zustand, 20.000 EUR Baumängel, keine Kanal-Dichtheitsprüfung, Abstandsflächenbaulast/Leitungsrecht/Vorkaufsrechte belastend. Bodenwert 119.000 EUR = 73% des Verkehrswerts – hoher Bodenwertanteil bietet Sicherheit und Potenzial (Arrondierung/Bebauung des 716 m² Baugrundstücks). Kernfazit: Nur als Bodenwert-Investment oder für kernsanierungswillige Eigennutzer/Projektentwickler interessant. Hohe Risiken (Substanz, Belastungen, verdeckte Mängel) erfordern deutlichen Zuschlag. Bietobergrenze 120.000 EUR (ca. 74% VW). Darüber kein wirtschaftlich darstellbares Investment.
Potenzial: Gut
Risiko: Hoch
MW: 163.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
3.68 €/m² > 5.5 €/m²
1.470 € > 2.200 €/Monat
Rendite
70% MW: 11.3% · Multi: 6.17x
Bietobergrenze
120.000 €
Bodenwertanteil: 73%