Einfamilienhaus aus 1966 in Zwangsversteigerung (Amtsgericht Geldern, Az. 009 K 033/25). Verkehrswert laut Gutachten 220.000 € (unbelastet) bzw. 275.000 € ohne die in Abt. II eingetragenen Belastungen (+55.000 €). Substanzwert mit hohem Bodenwertanteil von 72% (159.000 € / 220.000 €) – der Grundstückswert dominiert klar gegenüber dem Gebäude. Kernrisiken: (1) Keine Innenbesichtigung möglich – erhebliche Bewertungsunsicherheit; (2) Sichtbarer Instandhaltungsstau, beschädigte Dachluke mit möglicher Folgeschadensproblematik (Niederschlagswasser); (3) Baujahr 1966 ohne dokumentierte Modernisierungen – hohe Sanierungslasten zu erwarten (Heizung, Elektrik, Bad, Fenster, Dach); (4) Bergbaugebiet (aktiver Bergbau eingestellt, Eintragungen möglich); (5) 2 Eintragungen in Abt. II Grundbuch – vor Gebot zwingend prüfen (Löschungsfähigkeit, Kosten); (6) Lage in ländlichem Ortsteil Schaephuysen (Rheurdt, ca. 7.000 EW) – eingeschränkter Mietmarkt, niedrige Mietrendite zu erwarten. Lage selbst ist solide (gute Wohnlage, A40 in 6 km, Düsseldorf 40 km). Bietobergrenze konservativ bei 145.000 € ansetzen (rd. 66% des Verkehrswerts) – der 70%-Standardabschlag ist wegen der fehlenden Innenbesichtigung und des Sanierungsstaus nicht ausreichend. Vor Gebot zwingend: Originalgutachten einsehen, Eintragungen Abt. II klären, Schätzung Sanierungskosten (Faustformel mind. 80-120k €), Bergschadensauskunft einholen, Versteigerungsbedingungen (Termin, Zuschlag, Rüge) prüfen.
Potenzial: Durchschnitt
Risiko: Hoch
MW: 220.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
> 7.0 €/m²
> 1.022 €/Monat
Rendite
70% MW: 3.9%
· Multi: 17.9x
Bietobergrenze
145.000 €
Bodenwertanteil: 72.3%