0031 K 0029/ 2023

Amtsgericht
Gardelegen
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ortsstraße 15 Kalbe (Milde), Ortsteil Engersen
Objektart
Einfamilienhaus
Verkehrswert
148.000 €
Termin
2026-09-08 10:00
Amtsgericht Gardelegen, Saal 3.03
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Grundbuch
Objektbeschreibung
Einfamilienhaus: Ortsstraße 15, 39624 Kalbe (Milde), Ortsteil EngersenDas Beschlagnahmegrundstück ist bebaut mit einem Wohnhaus, einem Neben- bzw. Mehrzweckgebäude, einer ehemaligen Scheune und einer Garage mit einem Stellplatz und Nebenräumen(Resthof). Der bauliche Zustand des quasi freistehenden, zweigeschossigen, augenscheinlich teilunterkellerten Wohnhauses mit nicht nutzbarem Dachraum und der drei Nebengebäuden ist nach dem äußeren Anschein befriedigend und größere Schäden und oder wesentlicher Instandhaltungsstau waren bei der Begutachtung nicht zu erkennen. Die einfachen Außenanlagen befinden sich insgesamt in einem ungepflegten Zustand. Der südliche Grundstücksbereich ist unbebaut und war bzw. ist der Hausgarten, der seit längerem nicht bewirtschaftet und verwildert ist.
Anhänge
Gutachten (759 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
32
Score
Resthof im Ortsteil Engersen der Einheitsgemeinde Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel (Sachsen-Anhalt). Verkehrswert laut Gutachten 148.000 €, davon entfaellt nur ein sehr geringer Anteil auf den Bodenwert (Bauerwartungsland, gemischte Bauflaeche M im FNP, kein B-Plan). Lage: kleines Dorf mit ca. 400 Einwohnern, 13 km bis Gardelegen, 32 km bis Salzwedel, 42 km bis Stendal, 68 km bis Magdeburg – struktur- und nachfrageschwach. Das Wohnhaus ist ein teilmodernisierter Massivbau, befunden als 'befriedigend'; zwei ehemalige landwirtschaftliche Nebengebaeude (Stall/Scheune) sowie eine Garage sind nur von aussen besichtigbar. KRITISCHE RISIKEN: (1) Keine Innenbesichtigung moeglich – verdeckte Maengel, insbesondere Hausschwamm an Holzdachkonstruktionen, koennen nicht ausgeschlossen werden. (2) Sanierungsstau bei Altbausubstanz wahrscheinlich (Heizung, Elektro, Bad, Fenster, Dach). (3) Vermietung im ländlichen Raum schwierig, Mietnachfrage in Engersen faktisch nicht vorhanden. Positiv: keine Baulasten, keine Altlasten, kein Denkmalschutz, ortsuebliche Erschliessung, Rechtslage einfach (kein Miet-/Pachtverhaeltnis). Wirtschaftlichkeit: Bei angesetzter sanierter Miete von ca. 4,50 €/m² und unterstellter Wohnflaeche von rd. 140 m² ergibt sich eine Jahreskaltmiete von ca. 7.560 €. Mietrendite bei ZVG-Erwerb zu 70% des Verkehrswerts (103.600 €) rd. 7,3% brutto – vor Sanierungskosten, die bei Resthof mit unbekanntem Innenzustand realistisch mit 60.000-100.000 € zu veranschlagen sind. EMPFEHLUNG: Vorsichtige Bietobergrenze 100.000 € (ca. 68% des Verkehrswerts). Darueber wird das Objekt selbst nach Vollsanierung wirtschaftlich grenzwertig, da der erzielbare Mietzins die Sanierungs- und Finanzierungslast nicht sicher deckt. Nur fuer Eigennutzer mit Eigenkapital und handwerklicher Eigenleistung sinnvoll; fuer reinen Kapitalanleger nicht empfehlenswert.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 148.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
> 4.5 €/m²
> 630 €/Monat
Rendite
70% MW: 7.3% · Multi: 19.6x
Bietobergrenze
100.000 €
Bodenwertanteil: 5%