0651 K 0077/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 60 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung
Verkehrswert
14.800 €
Termin
2026-10-19 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung: Ottostr. 60, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus in 47198 Duisburg - Homberg (OT Hochheide). Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 qm . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1033 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
33
Score
Hochrisiko-Investment in einem problematischen Hochhausbestand. 68 m² ETW im 17. OG eines 320-Parteien-Hochhauses in Duisburg-Homberg-Hochheide (bekannter Problemstadtteil mit hoher Leerstandsquote). Der sanierungsunbeeinflusste Verkehrswert von nur 14.800 € (217 €/m²) signalisiert bereits den extremen Abschlag wegen Lage, Etage und Bauzustand. KRITISCHE RISIKOFAKTOREN: (1) Liegenschaft befindet sich im förmlichen Sanierungsgebiet 'Homberg-Hochheide' gem. §142 BauGB - es drohen Ausgleichsbeträge (typisch 20-40% des Bodenwertzuwachses) sowie Genehmigungspflichten für Modernisierungen, Mietverträge >1 Jahr und Eigentumsübertragung. (2) Keine Innenbesichtigung möglich - verdeckte Mängel (Asbest, Bauschäden, veraltete Haustechnik) wahrscheinlich. (3) Asbestsanierung im Gemeinschaftseigentum noch NICHT abgeschlossen - hohe Sonderumlagen drohen. (4) 17. OG hinten/rechts - sehr geringe Nachfrage, Aufzugsabhängigkeit, kein Premium-Status. (5) Hohe Leerstandsquote und zahlreiche weitere ZVG-Verfahren im Haus deuten auf soziale Problemlagen. (6) Baualter 1974 mit entsprechendem Sanierungsstau (Brandschutz erst kürzlich, Aufzüge, Fassade). POSITIV: Bodenwertanteil übersteigt den Kaufpreis deutlich (Bodenrichtwert ca. 180 €/m² × 8269 m² × 2,8% = ~41.700 €), theoretische Mietrendite >30%. EMPFEHLUNG: Finger weg für Standard-Investor. Bietobergrenze max. 7.500 € (ca. 50% VW), besser vorher Innenbesichtigung erzwingen, Teilungserklärung prüfen und Sanierungsträger-Auskunft zu erwartenden Ausgleichsbeträgen einholen. Die scheinbar hohe Rendite ist eine Falle - Instandhaltungs- und Sonderumlagenrisiken fressen jeden Ertrag auf.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 14.800 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
6.0 €/m² > 7.5 €/m²
408 € > 510 €/Monat
Rendite
70% MW: 47.3% · Multi: 3.0x
Bietobergrenze
7.500 €
Bodenwertanteil: 280%