0096 K 0003/ 2023

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Kaiser-Wilhelm-Straße 252 Duisburg, Marxloh
Objektart
Wohn-/Geschäftshaus
Verkehrswert
131.000 €
Termin
2026-11-25 13:00
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Wohn-/Geschäftshaus: Kaiser-Wilhelm-Straße 252, 47169 Duisburg, MarxlohLaut Wertgutachten handelt es sich um ein ca. 1911 in Duisburg-Marxloh errichtetes zweigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Unterkellerung und II-geschossigen unterkellerten Hofanbau. Das Grundstück ist 362 m² groß. Zum Stichtag ist das Ladenlokal im Erdgeschoss leerstehend, im Obergeschoss befindet sich eine Wohneinheit. Die Wohn- und Nutzfläche wurde überschlägig anhand veralteter Grundrisszeichnungen ermittelt und bemisst sich auf insgesamt ca. 291 m², davon ca. 141 m² im Erdgeschoss und ca. 150 m² im Obergeschoss. Die äußerere Erscheinung des Gebäudes vermittel einen Eindruck von Vernachlässigung. Es besteht ein offensichtlicher Instandhaltungsrückstau. Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.
Anhänge
Gutachten (1252 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
35
Score
Chancenreiche, aber hochriskante ZVG-Gelegenheit in Duisburg-Marxloh (Kaiser-Wilhelm-Straße 252). Kernfazit: 1911 errichtetes Wohn- und Geschäftshaus (EG Gewerbe 141 m² leerstehend, OG Wohnen 150 m² vermietet) auf 362 m² Grundstück. Erhebliche Risiken: (1) Makrolage Marxloh zählt zu den schwächsten Wohnlagen in NRW mit hoher Leerstandsquote, Mietnomaden-Risiko und Wertverfall-Tendenz; (2) Baujahr 1911 + nur Wetterfestmachung 1954 = sehr alter Bauzustand mit hoher Wahrscheinlichkeit für substanzielle Sanierungs-/Modernisierungskosten; (3) KEINE Innenbesichtigung erfolgt = unentdeckte Risiken (Hausschwamm, verdeckte Bauschäden, marode Elektrik/Heizung); (4) sichtbarer Instandhaltungsrückstau dokumentiert; (5) gewerblicher Leerstand im EG erfordert aktive Nachvermietung in schwachem Marktumfeld. Positiv: Bodenrichtwert bietet Mindest-Sicherheitsnetz, hohe nominelle Mietrendite möglich bei Vollvermietung (rd. 14-15%), Kaufpreis liegt deutlich unter Neubau-Erstellungskosten. Bietobergrenze konservativ: rd. 92.000-95.000 € (ca. 70-72% des Verkehrswerts). Höhere Gebote nur bei eigener Inaugenscheinnahme und detaillierter Substanzprüfung sowie belastbarem Sanierungskonzept (50-100 TEUR einkalkulieren) vertretbar. Für risikoaverse Investoren NICHT empfohlen; nur für erfahrene ZVG-Spezialisten mit Affinität zu B-Lagen und Eigenleistungskapazität.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 131.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
5.5 €/m² > 5.5 €/m²
825 € > 1.605 €/Monat
Rendite
70% MW: 10.3% · Multi: 6.8x
Bietobergrenze
95.000 €
Bodenwertanteil: 36%