0651 K 0089/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 62 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung
Verkehrswert
22.000 €
Termin
2026-08-10 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung: Ottostr. 62, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gem. Aufteilungsplan in Flur 1, Wohnraum, Küche mit Essplatz, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Abstellraum, Flur 2, WC, Bad, Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 84 m². Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1074 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
28
Score
Hochrisiko-Investment trotz extrem niedrigem Verkehrswert. Es handelt sich um eine 84 m²-ETW im 14. OG eines 320-Einheiten-Wohnhochhauses (BJ 1974) im Duisburger Stadtteil Homberg-Hochheide – einem strukturschwachen, ehemaligen Bergarbeiter-Ortsteil mit hoher Leerstandsquote und zahlreichen laufenden Zwangsversteigerungsverfahren. Die Wohnung liegt in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet (§ 142 BauGB), wodurch Sanierungsmaßnahmen, Mietverträge > 1 Jahr und Modernisierungen der schriftlichen Genehmigung der Stadt Duisburg bedürfen. Im Gemeinschaftseigentum stehen noch Asbestsanierungen und weitere Brandschutzmaßnahmen aus, deren Kostenlast auf die Eigentümer umgelegt werden kann. Eine Innenbesichtigung war nicht möglich – der tatsächliche Zustand (Bausubstanz, Haustechnik, Innenausbau) ist unbekannt, was verdeckte Mängelrisiken (Schadstoffe, Installationsmängel, Feuchtigkeit) impliziert. Die 14. Etage schränkt den Mieter- und Käuferkreis deutlich ein. Der hohe Verwaltungswechsel 2022 deutet auf organisatorische Probleme der WEG hin. Bietobergrenze konservativ: 15.000 € (rd. 68% des VW), nur für erfahrene Investoren mit hoher Risikobereitschaft, klarer Sanierungsstrategie und Liquiditätspolster für Instandsetzung, WEG-Nachschüsse und Haltekosten empfehlenswert. Eine Innenbesichtigung vor Gebotsabgabe ist zwingend erforderlich.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 22.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
4.5 €/m² > 6.5 €/m²
378 € > 546 €/Monat
Rendite
70% MW: 14.4% · Multi: 4.85x
Bietobergrenze
15.000 €
Bodenwertanteil: 168%