KERNFAZIT: Zwangsversteigerung eines kleinen Ladenlokals (EG rechts) mit 4 Kellerräumen in Gelsenkirchen-Schalke, Gewerkenstr. 5. Der MEA beträgt 489/10.000 (4,89%) an einem Wohn- und Geschäftshaus mit 10 Einheiten (8 WE + 2 TE). Laut Gutachten wird der Verkehrswert auf nur 13.000 € taxiert – ein außergewöhnlich niedriger Wert, der auf die sehr schwache Mikrolage (Ruhrgebiet-Schalke, strukturell benachteiligter Stadtteil), das Fehlen von Sanitär-/Sozialräumen im Ladenlokal, den schlechten Bauzustand des Hauses (sichtbare Substanzmängel an Fassade, Fenstern, Dach) und die eingeschränkte Vermarktbarkeit als Gewerbefläche zurückzuführen ist. PRO: Extrem günstiger Einstiegspreis, Grundbuch ist unbelastet (lt. Deckblatt), 4 zusätzliche Kellerräume bieten Lagerpotenzial. CONTRA: Standort Gelsenkirchen-Schalke mit schwacher Kaufkraft und hoher Leerstandsquote, kleinteilige Gewerbefläche ohne Sozialräume, stark sanierungsbedürftiger Gesamtzustand, Eigentümer ist eine GmbH (Erwerber haftet nicht für Gesellschaftsverbindlichkeiten, aber GmbH-Insolvenz als Versteigerungsgrund deutet auf komplexe Vorgeschichte). BIETOBERGRENZE: Bei einem Anlageobjekt mit niedrigem Cashflow-Potenzial und hohem Standortrisiko empfehle ich eine Bietobergrenze von 9.000 € (ca. 70% des Verkehrswerts). Nur bei deutlicher Sanierungsbereitschaft und gesicherter Nachvermietung könnte bis max. 10.500 € (80%) gerechtfertigt sein. Darüber ist das Risiko-Rendite-Profil negativ – die erzielbare Miete (max. 400-500 €/mtl. saniert) refinanziert selbst bei günstigem Erwerb den Kapitaleinsatz kaum.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 13.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
4.5 €/m²
> 7.0 €/m²
270 €
> 420 €/Monat
Rendite
70% MW: 35.6%
· Multi: 4.01x
Bietobergrenze
9.000 €
Bodenwertanteil: 35%