0654 K 0046/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostraße 18,20 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer)
Verkehrswert
24.000 €
Termin
2027-01-27 13:00
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer): Ottostraße 18,20, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1971 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Die Liegenschaft umfasst 160 Einheiten.Wohnfläche: ca. 83 m 2 Grundstücksgröße: insgesamt 8.269 m² Mietverhältnisse: unbekanntDie gegenständliche Wohnung unterteilt sich in Flur, Essplatz/Küche, Wohnzimmer, Flur 2, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Badezimmer, WC, Abstellraum und Loggia. Die Wohnungsgröße beträgt ca. 83 m². Die Wohnung war zum Wertermittlungsstichtag leerstehend. Es besteht zudem ein Sondernutzungsrecht an einem Tiefgaragenstellplatz mit Nr. 187 bezeichnet.Anmerkung: Zum Stichtag bestand eine Nutzungsuntersagung der Tiefgarage.Das Gemeinschaftseigentum befindet sich in einem durchschnittlich gepflegten Zustand. Hinsichtlich der Wohnung besteht Renovierungsbedarf.
Anhänge
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Notizen

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Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
22
Score
Trotz des extrem niedrigen Verkehrswerts von nur 24.000 € (289 €/m²) handelt es sich um ein hochproblematisches Investment-Objekt. Die Wohnung liegt im 10. OG eines 20-geschossigen Wohnhochhauses aus 1969/1971 im Duisburger Stadtteil Homberg-Hochheide – einem der sozioökonomisch schwächsten Quartiere im Ruhrgebiet mit strukturellen Problemen (Langzeitarbeitslosigkeit, Migrationsanteil, Imageschäden). Kritische Risikofaktoren: (1) Sanierungsgebiet 'Soziale Stadt Homberg-Hochheide' mit Sanierungsvermerk (§142 BauGB) und Anwendung der §§152-156a BauGB – bei Weiterverkauf nach Erwerb im Zwangsversteigerungsverfahren führt die Stadt Duisburg eine Preisprüfung nach §153 Abs. 2 BauGB durch, sodass spekulative Gewinne durch Weiterveräußerung faktisch ausgeschlossen sind. (2) Erbengemeinschaft als Eigentümer – kann zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten und Kosten führen. (3) Tiefgaragenstellplatz seit mehreren Jahren mit Nutzungsuntersagung (Bausubstanzproblem/Standsicherheit). (4) Renovierungsstau in der Wohnung (geschätzt 20.000-30.000 € Sanierungskosten für zeitgemäßen Vermietungsstandard). (5) Hohes Wohngeld-Risiko bei großer WEG (160 Einheiten) mit wahrscheinlich hoher Instandhaltungsrücklage und energetischem Sanierungsstau. (6) Erschwerte Vermietbarkeit im Hochhaus-Sozialbau-Segment, überdurchschnittliche Fluktuation und Mietausfallrisiko. (7) Lagehomogenität: nur 1 linke Wohnung im 10. OG – enger Mieterkreis. Bietobergrenze: Aufgrund der Kumulation struktureller, rechtlicher und baulicher Risiken liegt die wirtschaftlich vertretbare Bietobergrenze bei ca. 12.000-15.000 € – deutlich unter dem 5/10-Grenzwert des Gutachtens. Nur für sehr erfahrene Investoren mit eigener Sanierungskompetenz, hoher Risikotoleranz und langfristigem Haltewillen (Eigennutzung/Sozialvermietung) ansatzweise interessant. Klassische ZVG-Quickie-Strategie ist NICT möglich, da der Weiterverkauf der Preisbindung unterliegt.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 24.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
5.5 €/m² > 6.5 €/m²
457 € > 540 €/Monat
Rendite
70% MW: 38.6% · Multi: 3.7x
Bietobergrenze
12.000 €
Bodenwertanteil: 18%