0654 K 0068/ 2025

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostraße 58 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer)
Verkehrswert
23.000 €
Termin
2027-02-10 13:00
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung (3 bis 4 Zimmer): Ottostraße 58, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig. Die Stadt Duisburg führt im Sanierungsgebiet “Homberg-Hochheide“ eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme nach dem Baugesetzbuch (§ 142 BauGB) durch. Das Sanierungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gem. Aufteilungsplan in Flur 1, Wohnraum, Küche mit Essplatz, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Abstellraum, Flur 2, WC, Bad, Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 84 m². Eine Innenbesichtigung war nicht möglich.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1080 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
35
Score
Hochhaus-Eigentumswohnung (Baujahr 1974) in Duisburg-Homberg-Hochheide, ca. 84 m², 18. OG, im 320-Einheiten-Wohnhochhaus. Verkehrswert laut Gutachten 23.000 € (274 €/m²). Substanz extrem günstig, jedoch ergeben sich massive Risikofaktoren: (1) Lage im städtebaulichen Sanierungsgebiet §142 BauGB mit aktivem Sanierungsvermerk – Vorkaufsrecht der Stadt Duisburg (§24 BauGB) sowie Preisprüfung beim Weiterverkauf (§153 BauGB), wodurch die Marktängigkeit deutlich eingeschränkt ist. (2) Hohe Leerstandsquote im Hochhaus, zahlreiche weitere ZVG-Verfahren anhängig – Indikator für strukturelle Probleme. (3) Keine Innenbesichtigung möglich (Anscheinsgutachten) – verdeckte Mängel (Leitungen, Bausubstanz, Schadstoffe) sind wahrscheinlich, Sanierungs-/Modernisierungsstau ist bei 50 Jahre altem Hochhaus zu erwarten. (4) Soziale Brennpunkt-Lage mit entsprechend niedrigem Mietniveau und hoher Fluktuations-/Mietausfallwahrscheinlichkeit. (5) Mietverhältnis ungeklärt. Fazit: Trotz nominell sehr niedrigem Einstiegspreis überwiegen die Risiken (Vorkaufsrecht, Preisprüfung, Bausubstanz, Lage, hohe Bewirtschaftungskosten im Hochhaus). Für renditeorientierte Investoren nur unterausnahmsweise interessant. Empfohlene Bietobergrenze: 15.000 € (rd. 65 % des Verkehrswerts), zzgl. mindestens 20-30 % des VK für Sanierung. Vor Gebot zwingend Innenbesichtigung, WEG-Protokolle und Auskunft zur Miet-/Leerstandssituation einholen.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 20.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
4.5 €/m² > 5.8 €/m²
378 € > 487 €/Monat
Rendite
70% MW: 36.3% · Multi: 3.9x
Bietobergrenze
15.000 €
Bodenwertanteil: 16%