Zwangsversteigerung eines unsanierten Ein-/Zweifamilienhauses (Baujahr 1. Hälfte 20. Jhd., 217 m² Wohnfläche auf 320 m² Grundstück) in Werningshausen (Ortsteil VG Straußfurt, LK Sömmerda, Thüringen; ca. 650 EW). Kernprobleme: Extrem hoher Sanierungs-/Modernisierungsbedarf (~152.000 € laut Gutachten zzgl. 6.000 € Entrümpelung), Selbstnutzung durch Schuldner mit Räumungsrisiko, Baualter mit nur noch 35 Jahren Restnutzungsdauer nach Modernisierung, Hochwassergefahr im Kellergeschoss (Risikogewässer Gramme, allerdings außerhalb förmlich festgesetztem Überschwemmungsgebiet), keine Baugenehmigungen geprüft, kein Bebauungsplan (§34 BauGB Innenbereich), kleines, ungünstig geschnittenes Baugrundstück. Bodenwertanteil mit nur 13,5% äußerst gering. Positiv: Lastenfreiheit, Fördermöglichkeit über Thüringer Dorferneuerungsprogramm 2022–2026, marktübliche Miete 6,50 €/m², Ertragswert (90.000 €) und Sachwert (95.000 €) liegen eng beieinander, kein Denkmalschutz. Fazit: Aufgrund des massiven Sanierungsstaus, der ländlichen Schwachlage und des Räumungsrisikos ist das Objekt nur bei deutlichem Abschlag wirtschaftlich interessant. Bietobergrenze ca. 45.000 € (rund 47% des Marktwerts), um nach Sanierung eine auskömmliche Netto-Rendite zu erzielen. Höhere Gebote vernichten die Marge oder führen zu Negativrendite.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 95.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
6.5 €/m²
> 7.5 €/m²
1.411 €
> 1.628 €/Monat
Rendite
70% MW: 25.32%
· Multi: 5.64x
Bietobergrenze
45.000 €
Bodenwertanteil: 13.47%