0651 K 0092/ 2024

Amtsgericht
Duisburg
Verfahrensart
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Adresse
Ottostr. 64 Duisburg, Homberg-Hochheide
Objektart
Eigentumswohnung
Verkehrswert
10.000 €
Termin
2026-12-21 09:30
Amtsgericht Duisburg, Nebenstelle, Kardinal-Galen-Straße 124-132, 47058 Duisburg, Etage 2, Sitzungssaal C215
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Grundbuch
Objektbeschreibung
Eigentumswohnung: Ottostr. 64, 47198 Duisburg, Homberg-HochheideEs handelt sich um eine Eigentumswohnung in einem 1974 errichteten, 20-geschossigen Wohnhochhaus im Ortsteil Homberg-Hochheide. Das Objekt umfasst 320 Einheiten. Es besteht eine hohe Leerstandsquote. Es sind zahlreiche Zwangsversteigerungsverfahren anhängig. Die Stadt Duisburg führt im Sanierungsgebiet “Homberg-Hochheide“ eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme nach dem Baugesetzbuch (§ 142 BauGB) durch. Das Sanierungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.Die gegenständliche Wohnung unterteilt sich gemäß Aufteilungsplan in Wohnraum, Essplatz mit Küche, Abstellraum, Flur, Diele, Bad, Schlafraum und Balkon und verfügt über eine Größe von ca. 68 m 2 . Eine Innenbesichtigung war nicht möglich. Bereits im Bereich der Wohnungsabschlusstür war ein Schädlingsbefall erkennbar.Der Wohnanlage wurden in der Vergangenheit brandschutztechnische Maßnahmen auferlegt, die inzwischen überwiegend umgesetzt sein sollen. Weitere Maßnahmen zur Sanierung des Gemeinschaftseigentums (z. B. Asbestsanierungen) waren zum Wertermittlungsstichtag noch nicht vollständig ausgeführt.Im Jahr 2022 hat ein Wechsel der Verwaltung stattgefunden.
Anhänge
Gutachten (1079 KB)
Notizen
Änderungshistorie
2026-07-16 22:00:00
Ersterfassung
Gutachtenanalyse
18
Score
Hochrisiko-Investment in einer ca. 68 m² großen Eigentumswohnung (11. OG, mit Balkon und Keller) in einem 20-geschossigen Wohnhochhaus mit 320 Einheiten in Duisburg-Homberg-Hochheide (Ottostraße 58-64). Das Objekt liegt in einem aktiven, städtebaulichen Sanierungsgebiet 'Homberg-Hochheide' gem. §142 BauGB (Sanierungssatzung seit 30.03.2015 rechtsverbindlich, Sanierungsverfahren noch NICHT abgeschlossen). Sanierungsvermerk und Zwangsversteigerungsvermerk sind in Abt. II eingetragen. Die Stadt Duisburg hat ein Vorkaufsrecht (§24 BauGB) und kann bei späterem Weiterverkauf eine Preisprüfung nach §153 Abs. 2 BauGB durchführen – ein späterer Verkauf zum 'normalen' Marktwert ist daher stark erschwert bzw. kann von der Stadt untersagt werden. Es bestehen zudem massive Risiken: KEINE Innenbesichtigung möglich (Anscheinsgutachten), dokumentierter Schädlingsbefall im Bereich der Wohnungsabschlusstür, noch ausstehende Asbestsanierungen am Gemeinschaftseigentum, sehr hohe Leerstandsquote, brandschutztechnische Mängel, unklare Miet-/Vertragsverhältnisse, Verwaltungswechsel 2022, Bauakte umfasst 28 Bände. Der Bodenwert (Miteigentumsanteil 280/10.000 = ca. 232 m² Grundstücksanteil, à ca. 150 €/m² für Hochheide = rd. 35.000 €) übersteigt bereits den ausgewiesenen Verkehrswert von 10.000 € – das Gebäude hat faktisch negativen Wert. Aufgrund des Schädlingsbefalls, der ausstehenden Asbestsanierung, der unklaren Innenausstattung sowie des Sanierungsgebiets mit Preisprüfungsrecht ist die spätere Verwertung (Vermietung oder Verkauf) erheblich eingeschränkt. Bietobergrenze konservativ: max. 5.000 € (50% des Verkehrswerts). Auch bei erfolgreichem Zuschlag sind hohe Sanierungs- und Rechtsfolgekosten (Ausgleichsbeträge, sanierungsrechtliche Genehmigungen) einzuplanen. Finger weg für nicht-Spezialinvestoren mit Sanierungs- und Hochhaus-Erfahrung.
Potenzial: Schwach
Risiko: Hoch
MW: 10.000 €

Kaltmiete (Ist / Saniert)
4.0 €/m² > 7.0 €/m²
272 € > 476 €/Monat
Rendite
70% MW: 81.6% · Multi: 1.75x
Bietobergrenze
5.000 €
Bodenwertanteil: 350%