Zwangsversteigerung eines teilunterkellerten 3-geschossigen Wohn-/Geschäftshauses (Baujahr ca. 1900) in Eschwege, Hessen. 315 m² Wohn-/Nutzfläche auf 515 m² Mischgebietsgrundstück. Verkehrswert laut Gutachten 119.000 €. Kernprobleme: (1) Keine Innenbesichtigung erfolgt, (2) Objekt ist seit längerem ohne Nutzung (ehem. Gaststätte), (3) Erhebliche Mängel/Modernisierungsstau bei Technik (Heizung, Elektro unbekannt), Fenstern (>30 Jahre), Dach und Ausbauzustand, (4) Vollständige Sanierung/Umnutzung zu Wohnen würde laut Sachverständigem den vorläufigen Sachwert deutlich überschreiten. Positiv: MI-Gebiet erlaubt flexible Nutzung, gute innerörtliche Lage im Ortskern nahe Fußgängerzone, kein Denkmalschutz, kein Altlastenverdacht, erschließungsbeitragsfrei. Für eine wirtschaftlich tragfähige Sanierung müssten mind. 250-400 k€ Baukosten kalkuliert werden - dies übersteigt den Marktwert deutlich und macht das Objekt nur für versierte Investoren mit Eigenleistung oder Bestandshaltern interessant. Bietobergrenze konservativ bei ca. 75.000 € (rd. 63% des Marktwerts), um ausreichend Sicherheitspuffer für Sanierung und Risiken zu haben. Mietrendite bei aktueller Lagernutzung (2 €/m²) nur 6,4% p.a., saniertes Potenzial ca. 9% - jedoch mit hohem Kapitaleinsatz verbunden.
Potenzial: Durchschnitt
Risiko: Hoch
MW: 119.000 €
Kaltmiete (Ist / Saniert)
2.0 €/m²
> 6.5 €/m²
630 €
> 2.048 €/Monat
Rendite
70% MW: 9.1%
· Multi: 15.7x
Bietobergrenze
75.000 €
Bodenwertanteil: 35%